Milford Sound

Ein wahrlich trauriger Tag – Antje hatte sich so sehr auf die Bootstour im Milford Sound gefreut. Die Postkartenansicht vom Mitre Peak, die wir bislang gesehen haben, war traumhaft. Auch die Beschreibungen im Lonely Planet und in anderen Flyern offenbarten eine fantastische Welt. Aber für uns begann der Tag mit einem Unwetter. Endlose Wolkenbrüche und peitschender Wind mit Orkanstärke ließen uns eine unruhige Nacht haben. Noch im Dunkeln beschlossen wir, nicht 08:50 Uhr mit dem Schiff durch den Milford Sound zu fahren. Kurz nach 07:00 Uhr bin ich zur Rezeption und habe unsere gebuchte Tour auf den nächsten Tag verschoben. Dann habe ich mich in die Lounge gesetzt und dem Naturschauspiel zu gesehen. Man muss zugeben vor atemberaubender Kulisse ( mehrere Hundert Meter hohe Felswände mit dutzenden Wasserfällen, die aus grauen Wolken hervorgingen). Die 3 anderen Familienmitglieder haben weiter geschlafen und sind erst gegen 09:00 Uhr aufgestanden. Irgendwie war es aber immer noch dunkel. Der Wetterbericht, der sich im Internet (geht hier immer) zeigte, sagte für die nächsten 3 Tage nichts Gutes voraus, so dass wir unsere Bootstour auf den Nachmittag zurückverlegten. Denn ausfallen lassen wollte Antje die Tour nicht. Wir haben uns also um 11:00 Uhr aus der Lodge verabschiedet und sind die 3 Kilometer bis zum Parkplatz am Sound gefahren, im strömenden Regen versteht sich. Dort haben wir bis 14:30 gespielt, gelesen, gerätselt und uns mit allerlei lustigen Dingen die Zeit vertrieben. Dann haben wir uns wettertauglich angezogen und ich habe Antje, Selma und Benno bis zum Fährhaus gefahren, bin dann mit dem Auto zurück zum Parkplatz und allein die 10 Minuten gelaufen. Mit voller Regenbekleidung bin ich gerade so durchgekommen. Unser Schiff legte pünktlich ab. Ein enormer Seegang sorgte dafür, dass Antje leichte Übelkeit verspürte. Die Sicht war überaus schlecht. Wir sahen eigentlich nur die Hälfte der teilweise 1000m hohen Felswände. Obwohl der Kapitän bis unter die Wasserfälle fuhr, wollte bei allen Gästen keine richtige Stimmung aufkommen. Wen wunderts …

Milford Sound im Regen
Milford Sound im Regen

Nach der knapp 2-stündigen Tour wollten wir, obwohl wir Robben sehen konnten, nur noch weg aus diesem Tal und machten uns gleich auf auf den Weg. Erst als wir über den Pass und in Richtung Te Anau bei Deer Flat unser Nachtlager aufschlugen, hatte der Regen aufgehört und man konnte durch die Wolken ein leichtes Himmelsblau erahnen.

Abendhimmel in Deer Flat
Abendhimmel in Deer Flat

Kurz vor dem Dunkelwerden schaute noch der Ranger bei uns vorbei. Wir hatten unsere Gebühr für den freien Campingplatz bereits bei Ankunft entrichtet, so dass alles bestens war. In der Nacht gegen 01:00 Uhr kamen sehr viele Reiher und Gänse und veranstalteten ein Riesenspektakel am Fluss, so dass wir davon munter wurden. Es gab deutlich weniger Regen.

Ein Gedanke zu „Milford Sound“

  1. Hallo ihr Lieben,
    wir möchten uns für die schönen Fotos von unseren Enkeln und euch bedanken. Sie sind ein herrliches Ostergeschenk. Selma macht sich ja prächtig. Erlebt weiterhin viel und wir wünschen euch weniger Regen, obwohl die Fotos Klasse sind.
    Gestern waren wir (Mutti und ich) im Polenztal, haben uns die Märzenbecher angesehen und sind gewandert. Leider diesmal ohne Großfamilie.
    Liebe Grüße
    Gisela und Christian

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