Wenn man 700 km Auto fährt, gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Über den Autotausch habe ich ja bereits berichtet. Nach 1,5 h hatten wir von einem in das andere Auto umgepackt. Um 11:15 Uhr sind wir dann direkt wieder auf den Motorway 1 in Richtung Picton gefahren mit Zwischenstopp in Kaikoura. Dort haben wir Mittag gegessen und uns bei strömenden Regen etwas die Zeit vertrieben. Gegen 17:00 Uhr ging es weiter nach Picton entlang der superschönen Küstenstraße, wenn der Regen nur nicht wär. In Picton angekommen ging es direkt auf einen Campingplatz – erstmal ausschlafen. Auch in der Nacht fiel noch einiges an Regen.
Archiv für den Monat: März 2010
Wellington – 3.Tag + Überfahrt zur Südinsel
Ich bin gegen 06:30 Uhr aufgestanden und habe mich aufgemacht, die Stadt bei Sonnenaufgang zu fotografieren. Die 3 anderen Familienmitglieder haben weiter geschlafen. Nach ein paar guten Motiven von der Skyline und dem Yachthafen bin ich gegen 09:00 Uhr zum Wohnmobil zurück und habe die 3 Schlafmützen geweckt. Antje wollte unbedingt noch shoppen gehen, also haben wir uns getrennt. Ich war mit den Kindern bei „All Days Breakfast“ ausgiebig frühstücken und Antje hat die Geschäfte gestürmt. Mit der 13:00 Uhr Fähre sind wir dann auf die Südinsel übergesetzt.

Die Überfahrt war total entspannt und sonnig. Benno hat endlich mal wieder fern gesehen. Ich war an Deck fotografieren und Antje hat Postkarten!!! geschrieben. Die Überfahrt hat etwa 3 Stunden gedauert, da Picton tief im Marlborough Sound liegt. Die Einfahrt nach Picton ist einfach überwältigend.

Links und rechts baumgesäumte Hügel und Berge, hin und wieder kleine Sandbuchten mit vereinzelten Badegästen und weiße Segelyachten, die im Wind dahinschaukeln. Es ist einfach zu schön hier 🙂 Dennoch sind wir von der Fähre runter und gleich in Richtung Christchruch gefahren. Unterwegs haben wir noch eine Robbenkolonie direkt am Meer vorbei gefahren. Da die Dämmerung aber schon eingesetzt hat, sind die Aufnahmen nicht die besten geworden.

Gegen 23:30 sind wir in Christchurch angekommen und haben auf einem Parkplatz nahe des Friedhofes geschlafen …
Aktuelle Meldung: Bett im Wohnmobil kaputt
Mist, dass Bett über der Fahrerkabine in unserem Wohnmobil ist kaputt. Es kann nicht repariert werden. Wir setzen heute 13:00 Uhr auf die Südinsel über und fahren anschließend gleich nach Christchurch. Dort tauschen wir das Wohnmobil. Alles aufregend 🙂
Wellington – 2.Tag
Die erste Tageshälfte bestand darin, abzuchecken, was mit unserem Wohnmobil ist. Also habe ich telefoniert mit dem Maui Service, die haben uns aber gesagt, dass wir zur Maui Station fahren müssten. Zum Glück war da eine auf dem Campingplatz. Der Chef hat sich das mit dem Bett angeguckt, konnte aber nichts machen und hat mich in Lower Hutt zu einer Werkstatt geschickt. Doch der Meister wusste sich auch keinen Rat und meinte wir sollten das Auto tauschen. Also zurück zur Maui Station. Der Chef wiederrum meinte, dass er kein Auto zum Tauschen da hätte. Nächste Möglichkeit zum Tausch wäre nur Christchurch auf der Südinsel. Da wir das Fährticket schon gekauft hatten, blieb uns erstmal nichts weiter übrig, als einen Tag mit dem geplanten Seightseeing zu verbringen und am nächsten Tag nach Christchurch zu fahren. Den restlichen Tag verbrachten wir mit dem Besuch des Te Papa Museums. Hier gibt es viel zur Entstehung von Vulkanen, der Verschiebung der Kontinentalplatten, zu Seebeben und zum Leben im Meer und in Neuseeland zu entdecken. Alles sehr interessant und vorallem kindgerecht gestaltet. Sogar ein echter Riesentintenfisch (Squibb) wurde in einem Wasserbecken ausgestellt. Die Zeit bis zum Schließen des Museums ging viel zu schnell rum, sodass am Ende nur noch der „gemachte“ Buschwalk im Freigelände blieb. Guter Beigeschmack: Der Eintritt ist frei und es steht jedem frei etwas zu spenden – was wir natürlich gemacht haben. Am Abend hat uns Antje noch zum Bienenstock (normales Haus, was aber wie ein Bienenstock aussieht) und zum Old Government Buildung (komplett aus Holz – s ieht aber aus wie Stein) geführt. Zum Abendbrot sind wir in Monteights eingekehrt, hier war es superlecker (Pilzrisotto und Lammkotletts). Geschlafen haben wir wie viele andere Camper auch beim Te Papa Museum auf dem Parkplatz. Auch an diesem Abend wurde es wieder spät. Aber wir haben ja Urlaub …
Wellington – Tag 1
Nach dem Ausschlafen auf dem Campingplatz sind wir gegen 11:30 Uhr nach Wellington in die Innenstadt gefahren. Wellington liegt an einer Bucht und die Stadtteile sind auf die umliegenden Hügel verteilt. Wenn man über die Hügel kommt und die ersten Blicke auf die Bucht erhascht, ist man erstmal überwältigt. Zudem hatten wir auch heute wieder bestes Wetter – wolkenlos und warm – aber immer windig. Deshalb hat Wellington auch den Beinamen „Windy Welli“. Wir waren sehr schnell in der Innenstadt und auch am Hafen, wo wir für 12$ 12 Stunden lange parken konnten. Die ersten Schritte in Neuseelands Hauptstadt führten uns zum i-Site am Civic Center um uns zu informieren. Hier haben wir auch zu Mittag gegessen. Danach sind wir zum Lambton Quay gelaufen, von wo aus wir mit der Red Cable Car (Standseilbahn) über die Stadt hinauf zum Aussichtspunkt und dem Park mit dem Botanischen Garten gefahren sind.


Von hier oben hat man eine Super Aussicht auf die Stadt und die Bucht. Der Botanische Garten ist frei zugänglich, und man kann auf verschiedenen Wegen alles Mögliche zu Pflanzen aus aller Welt erfahren. Benno war aber erstmal nur an dem Spielplatz interessiert, so haben wir dort einige Zeit verbracht. Auch interessant: Hier gibt es eine Menge an Sternwarten und Observatorien auf dem Hügel. Aber wir waren in keiner drinnen, die sind nur zu Führungen offen. Bevor wir mit der Cable Car wieder zurück gefahren sind, gab es für jeden noch ein Eis (wegen warm …). Der Stadtspaziergang aus dem Lonely Planet Reiseführer führte uns anschließend über die Brücke „Maori Schiff“, vorbei am Te Papa (bestes Museum Neuseelands) bis zum Yachthafen an der Oriental Bay (Badestrand) und zurück bis zur Kneipenmeile „Cuba Street“. Dort sind wir dann auch im Irish Pub zum Abendbrot eingerückt und haben bis nach 22:00 Uhr bei feinster irischer Livemusik den Tag ausklingen lassen. Benno war davon total begeistert, und Selma hat trotz Musik friedlich geschlafen. Mit unserem Wohnmobil ging es zu guter Letzt noch auf den Campingplatz in Lower Hutt etwa 20km außerhalb. Wo gegen 23:30 Uhr unser Bett im Alkoven kaputtging, als beim Herunterlassen eine Gasfeder abknickte, das Bett dadurch schiefhing und die Wohnmobilwand mit einem dicken Kratzer versah. Zurück ging es übrigens nicht mehr, so dass das Bett unten bleiben musste. Die Dame an der Vermietungshotline konnte mir aber zu so später Stunde nicht mehr weiterhelfen. Damit war der Abend gelaufen und wir sind hundemüde eingeschlafen.
Baden bei Otaki in der Tasman Sea
Wie schon im letzten Artikel erwähnt, sind wir zeitig von unserem Übernachtungsplatz abgedüst. Antje hatte zwar ein wenig Angst, aber die konnte ich Ihr nehmen. An diesem Tag wollten wir wirklich ruhig machen und haben uns überlegt den Tag am Meer zu verbringen. Also sind wir am Meer entlang gefahren und haben in Otaki gehalten. Dort waren wir bereits vor dem Mittag. An einem lauschigen Plätzchen nahe den Dünen haben wir unser Lager aufgeschlagen.

Benno und ich haben Fußball gespielt. Antje hat gelesen und Selma hat geschlafen. Am besten hat es Benno aber gefallen, mit Papa in den Wellen zu planschen. Gegen 17:30 Uhr haben wir noch eingekauft und sind dann in den Holiday Park nach Paekakariki (30km entfernt) gefahren. Dieser Campingplatz liegt auch direkt am Meer. Wir haben es aber nicht mehr geschafft, den Sonnenuntergang anzuschauen. Einerseits haben wir lecker gekocht, anderseits merkten wir bereits jetzt, dass wir uns trotz eincremen beim Baden sehr verbrannt hatten. Die Nacht war dementsprechend unentspannt. Zudem hatten wir soviel Sonne getankt, dass das Wohnmobil in dieser Nacht gekocht hat. Ich glaube wir sind jetzt schon etwas schlauer geworden und cremen uns jetzt mehrmals täglich ein. Die Sonne hier unten ist sehr aggressiv. Einzig Selma hat bislang wenig Sonne abbekommen.
Whanganui River Street und Whanganui
Nach der anstrengenden Nacht sind wir zeitig aufgebrochen und wollten einen ruhigen Tag verbringen. Wir haben uns vorgenommen, ohne Frühstück loszufahren und unterwegs einen kleinen Brunch zu machen. Heute sollte es entlang der Whanganui River Street gehen – auf dem Atlas als orange Straße (eng und teilweise ohne feste Decke) ausgewiesen. So kam es dann auch. Da diese Straße etwa 80km lang ist, bin ich vorher nochmal tanken gewesen. Der Diesel kostet hier umgerechnet 56 Cent / Liter. Da drängt sich doch die Frage auf, wie das bei Euch so aussieht an den Tankstellen? Aber dann ging es auch schon los. Zunächst ruhig, die Straße hatte eine Decke, nur die Markierung hat gefehlt. Dann wurden die Kurven mehr und die Straßen enger und steiler. Nach etwa 5 Kilometern hörte die Straßendecke auf und leichter Schotter fing an – alles noch in Ordnung. Irgendwann hörte auch der leichte Schotter auf und die Schlaglöcher und Steine auf der Straße wurden größer. Dazu wurden auch die Kurven enger und die Straßen steiler.

Zum Glück fahren wir einen starken Diesel, der uns gut voranbringt. Nach etwa 20 Kilometern kam das erste „Dorf“. Der hier ausgewiesene Rastplatz war leider schon besetzt – 2 Leute auf einer Minibank 😉 . Also weiter. Nach etwa 40 Kilometern (bei Tempo 30) hatten wir dann endlich Glück und haben bei einer sehr schönen Aussicht auf den Fluss gehalten. Dort haben wir reichlich 2 Stunden in der Sonne gebruncht, etwa 150 Meter über dem Fluss inmitten des Urwaldes auf einer Lichtung.

Selma hat auf der Decke gelegen und die ersten Vorwärtsbewegungen probiert. Ich habe Benno aus seinem neuen Buch vorgelesen. Danach ging es weiter die Schotterpiste entlang, immer wieder gesäumt von noch engeren Kurven mit zum Glück wenig Verkehr. Aber wenn einer kam, dann wurde es immer sehr eng. Es darf auch nicht unerwähnt bleiben, das dies hier eine internationale Straße ist, denn wir sind durch Orte (Ansiedlungen) mit Namen wie London, Jerusalem und Athen gefahren. In letzterer Stadt haben wir uns auch zum Wandern aufgemacht. Antje hatte auf der Karte den total berühmten Athene Skyline Walk ausgemacht. Einen Eingang dazu haben wir gefunden, alles Weitere ging aber in die Hose. Nach über 1h verzweifelten Suchens und Herumirrens auf einer großen Bergwiese haben wir aufgegeben. Beim Abstieg fanden wir dann aber doch den weiteren Weg. Vom Eingang her war das aber nicht zu sehen. Egal … Hauptsache mal bewegt. Anschließend sind wir die restlichen 25 Kilometer nach Whanganui (am Meer) gefahren, haben dort Lebensmittel eingekauft und sind die Victoria Street entlanggeschlendert. An der Aussichtsplattform haben wir eine Hochzeit in der Abendsonne gesehen … sehr schön. Abendbrot gab es an einem kleinen Rastplatz direkt am Whanganui River. Geschlafen haben wir aber etwas außerhalb an einem kleinen See. Da der Campingplatz recht nah lag, kam der Typ und klopfte spätabends noch an unser Wohnmobil und versuchte uns zu überreden, doch auf seinem Campingplatz zu übernachten. Er drohte uns mit Videoüberwachung, Campingverbot, 500 $ Strafe, Meldung des Nummernschildes an die Polizei, und und und. Das war uns aber egal, denn wir sagten ihm, dass wir zwei Kinder hätten, die schon schliefen und wir diese nicht wecken könnten. Damit ließ er sich erweichen, bot uns aber an, wir könnten am nächsten Tag für 10$ morgens bei ihm duschen … aber da waren wir schon wieder auf der Piste.
Lake Taupo
Wie man sehen kann haben wir am See erstmal ausgiebig gefrühstückt.

Dann sind wir gegen 11:00 Uhr am See entlang bis nach Taupo in die Stadt gefahren. In der Stadt leben knapp 22.000 Ew. Allerdings war es an diesem Wochenende sehr voll, da am Samstag hier der Ironman New Zealand stattfindet. Es waren sehr viele drahtige Sportler unterwegs mit genialen Fahrrädern. Wir hatten perfektes Wetter und eine Superaussicht über den Lake Taupo auf die drei Vulkanberge des Tongariro Nationalparks. In einem Sportladen habe ich mir endlich Wanderschuhe gekauft … jetzt kann es losgehen. Dazu wollte Benno unbedingt ein Skateboard, weil er viele Jungs damit hat rumfahren gesehen. Also haben wir ihm eins gekauft, für 20 $ (10 €). Zum Mittagessen waren wir im Speight’s (dies ist eine Biermarke hier unten und die Kneipe heißt genauso).

@Michael: I didn’t know that your name is a beer brand and your business is going well 🙂 @Susi: Alles richtig gemacht. Am Nachmittag sind wir in den Taupo Hot Springs (Thermalquellen) baden gewesen. Kalt war uns nicht, aber so ein warmer Pool ist schon was …

Außerdem gibt es hier eine Drachenrutsche. Antje war darauf nicht zu bremsen. Benno und mich hat es fast aus der Bahn geworfen. Benno wollte danach nicht mehr. Ich schon! Nach über 3 Stunden warmen bis heißen Wassers hat es dann aber gelangt. Auch Selma war die ganze Zeit über gut drauf.

Auf dem Parklatz haben wir gleich noch Abendbrot gegessen und sind dann in Richtung Whanganui weitergefahren. Übernachtet haben wir dann auf einem Rastplatz mitten in der Prärie zwischen Bahnschienen und Straße. Wir waren ziemlich müde und da ist es fast egal, wenn nachts 5 Güterzüge durch den Kopf fahren (Grrrrr…).
Aranui Cave und Taranaki Falls
Nachdem wir aufgestanden sind und auf dem Zeltplatz gefrühstückt haben, sind wir gegen 09:30 zur Aranui Cave abgefahren. Dort waren wir die Ersten und Benno wollte auch Erster bleiben.

Die Führung begann um 10:00 Uhr für etwa 45 Min. Hier drin waren es ca. 15 Grad – also immer noch mehr als in Dresden. Wir haben hier sehr schöne Steine und Gebilde wie Pastinake, Broccoli, AliBaba Schloss, u.s.w. gesehen. Die Führerin hat auch sehr gut gesprochen, deshalb haben wir alles verstanden. Anschließend haben wir noch den Ranganui Bushwalk gemeistert mit Einblicken in die Höhlen, auf unterirdische Flüsse, viele Urwaldpflanzen und ein paar unbekannte Kleintiere. Nach dem ca. 1h Rundwanderweg war noch nicht mal Mittag, aber wir hatten schon viel erlebt. Danach sind wir in Richtung Tongariro Nationalpark abgefahren. Unterwegs haben wir in Tauramanui gehalten. Da ich noch Wanderschuhe brauchte, war ich in 5 Geschäften … Wanderschuhe waren allerdings Fehlanzeige. Also ging es auf nach Whakapapa Village am Fuße des Tongariro Vulkanes. Wir haben die 3 Vulkanberge schön von Weitem gesehen. In den Nationalpark hinein gab es eine sehr schöne Zufahrt. Direkt vor dem Tongariro steht ein Luxushotel.

Um 17:15 Uhr sind wir zu den Taranaki Wasserfällen losgelaufen . Erst ging es durch Steppe, dann durch Wald und Uwald und schließlich am Fluss entlang. Der Weg war gut ausgebaut. Nach ein paar kleineren Wasserfällen haben wir dann die richtigen Taranaki Wasserfälle entdeckt. Diese kommen aus einer Felswand … traumhaft schön. Ich habe hier viele Fotos gemacht, auch das nebenstehende. Die Sonne verschwindet dabei gerade hinter dem Felsen.

Nach dem Picknick Abendbrot in der Sonne sind wir auf dem Rundweg wieder zurück zum Wohnmobil, immer die Vulkanberge im Blick. Das war gigantisch. Mit Einbruch der Dunkelheit waren wir zurück am Wohnmobil. Nach einem kurzen Snack sind wir weiter an den Lake Taupo (größter See Neuseelands) gefahren. Dort haben wir direkt am See übernachtet und sind erschöpft eingeschlafen.
Waitomo Caves …
Nach einer angenehmen Nacht sind wir heute morgen am Waikato River erwacht. Dies ist der größte Fluss in Neuseeland. Da vom Regen alles noch nass war, konnten wir nicht auf den Picknicktischen frühstücken, sondern haben unsere Campingmöbel herausgeholt und in der Sonne gefrühstückt. Nachdem wir dann alles verstaut hatten, sind wir zwei Stunden lang nach Süden bis nach Waitomo zu den Caves (Höhlen) gefahren – einer echten Touristenattraktion. Nach einem Mittag für die Kinder haben wir es geschafft, Tickets für zwei Höhlentouren zu ergattern und sind anschließend gleich zu einer Führung durch die Glowworm Cave (Glühwürmchen Höhle) aufgebrochen. Zuerst hat der Guide uns mit etwa 20 anderen Leuten in die Welt nach unten ca. 45 Meter unter die Erde geführt und uns erklärt, wie Stalaktiten und Stalakmiten entstehen und wie das Höhlensystem aussieht. Die längste Höhle hier ist 12 Kilometer lang – Wahnsinn. Am Ende gab es eine kurze unterirdische Bootsfahrt durch die Glühwürmchen Höhlen. Abertausende Glühwürmchen hingen dort an der Decke. Das sah beinahe so aus wie ein riesiges Netz mit zehntausenden MiniLEDs … Wir mussten auf dieser Bootstour absolut still sein. Ihr könnte euch vorstellen, wie das mit einer hungrigen Selma so werden kann. Wir wären fast vom Boot verbannt wurden, aber Antje hat da so einen Trick. Warum man in dieser Höhle so still sein soll, haben wir nicht erfahren. Wahrscheinlich fliegen die Glühwürmchen dann alle ins Freie und vorbei ist es mit der Attraktion. Wer weiß? Nach der Tour und einem Abstecher auf einen kleinen Berg mit Aussicht über das „Auenland aus Herr der Ringe“ haben wir uns für die Nacht auf einem luxoriösen Campingplatz eingenistet. Während Antje die erste Wäsche gemacht hat, sprang Benno auf dem Trampolin auf und ab.

Ich habe derweil Essen gekocht. Nach dem Abendbrot bin ich noch mal in den Hot Tube, einem heißen Whirlpool zum Entspannen und habe den sternenklaren Himmel über mir angeschaut; zusammen mit zwei Neuseeländern, zwei Israelis und 3 Deutschen. Hier haben wir den Orion gesehen. Ist der nicht auch bei uns im Februar zu sehen? Antje war derweil mit Selma baden und Benno hat sich einen Film im Wohnmobil angesehen. Jetzt liegen wir bereits im Bett. Ich habe hier natürlich WLAN auf dem Campingplatz. Morgen gibt es noch eine Höhlentour, anschließend wollen wir wandern und am Nachmittag gehts zum Tongariro Nationalpark. Dort hat Antje zwei Wanderungen für uns ausgesucht. Schaun wir mal, wie das wird …